Meridiansystem

Kei Raku und Extrameridiane sind Bewegungs- und Zustandsformen, die auf Atem, Bewegung und Stimmung wirken

Der Neurophysiologe Prof. Dr. med. Volkmar Glaser hat eine Synthese zwischen dem östlichen Meridiansystem und dem westlichen Entwicklungsverständnis geschaffen. Er fand Entsprechungen zwischen archaischen Bewegungsformen, gedehnten Muskelketten und den Meridianen.

 

Glaser beschrieb sechs Bewegungsformen (Kei Raku), die auf den zwölf Hauptmeridianen beruhen. Jeder Bewegungsform entspricht ein charakteristisches Atem-, Bewegungs- und Spannungsbild begleitet von einer typischen Gestimmtheit. Diese Bewegungsformen beinhalten Thematiken wie Raum-Beanspruchen, Vertrauen, Austausch oder Zielgerichtetheit.

 

Weiter beschrieb Glaser Zustandsformen, die auf den Extrameridianen, auch Wundermeridiane genannt, basieren. Dazu gehören Themen wie Präsenz, Geborgenheit, Spontaneität und Verantwortlichkeit.

 

Bewegungs- und Zustandsformen weisen den Weg in der Atem-, Haltungs- und Bewegungsarbeit. Sie werden in vielfältiger Art und Weise eingesetzt. Es werden neue Ausdrucks- und Begegnungsmöglichkeiten erlebbar, welche die Veränderung von ungünstigen Verhaltensmustern ermöglichen und so die Persönlichkeitsentwicklung unterstützen.